robat1
Hallo Zusammen,
ich war doch nach 7 Jahten mit meinem Tiga Wave 85L und einigen noch kleineren Sinkern davor, nun auf der Suche nach einem größeren Brett für meine alten Tage ;-) .
Das Brett sollte um die 100L Haben weil ich inzwischen 10kg schwerer bin (68kg) und mir mit den Jahren und der zunehmenden Schwerfälligkeit der Schotstart auf meinem Wavaboard immer schwerer fällt und ich den am Gardasse doch immer wieder mal zwingend brauche.
Zur Debatte standen nach verschiedenen Testberichten und euren Ratschlägen das Starboard Futura 101 Wood, das Sarboard Flare 98 Wood Carbon, das Fanatik Eagle 100 und eben das Mistral Syncro Move RD 104.
Zu guter Letzt wurde es das Mistral Syncro Move RD 104 (103L bei 6kg Nettogewicht).
Testen war im Vorfeld nicht möglich, also hab ich es mir im Surfsyndikat zu 950€ geholt und bin für 5 Tage an den Gardasee gefahren.
1.)
Das Brett wog tatsächlich nur wenige 100g mehr als 6kg.
2.)
Ausstattung, wie Finne, Schlaufen, Pads und Standfläche ist alles einwandfrei.
Aber 2 kleine, seichte Dellen hab ich mach 5 Tagen Test, vom Trapetzhacken schon in der Standfläche.
3.)
Das Brett fühlt sich trotz 20L Zuschlag im Gleiten tatsächlich nicht größer an als mein 85L Wave.
Was mich sehr gefreut hat!!!
4.)
Angleiten:
Das geht erwartungsgemäß früher als mit meinem kleinen 85L Wavebord, aber unter 3Bft (echte) geht mit meinem größten Segel ein 5,7qm Superstar, bei relativ passiver Fahreise eben doch nichts. Anders, wenn man zufällig ne kleine Dünungswelle erwischt, dann reichen auch schon geschätzte 2,5Bft.
Ich denke aber, daß beim Angleiten mit mehr Gewohnheit und Übung auf dem neunen ungewohnten Brett noch einiges zu holen ist.
Gerade das Anpumpen, was auf meinen bisherigen Brettern eine tägliche Grundübung war, muß ich auf dem Brett erst noch umstellen.
Hier scheint eine schubweiser Druckerhöhung auf die Finne fast wichtiger zu sein als das eigentliche Pumpen. Aber wie gesagt da geht noch einiges mehr als bei meinen ersten Versuchen.
5.)
Durchgleiten:
Ist es erst mal im Gleiten, kann ich es auch bei 2,5Bft mit meinen geringen 68kg Körpergewicht und 5,7qm Segelfläche im Gleiten halten und das bei recht zügiger Fahrt.
6.)
Endgeschwindigkeit:
Die konnte ich noch nicht ausreizen, weil die entsprechenden Windstärken von 5Bft und mehr nur beim Vento auftraten bei dem man gegen eine steile kurze Welle anfährt und ich das Brett dabei kaum noch auf den Wasser halten konnte.
Wer den Vento oberhalb vom Hotel Pier nicht kennt, das sind 50-60cm Wellen die in kürzeren Abständen als eine Berttlänge auf einen zufliegen.
Beim Südwind (Ora) am Nachmittag 3-4Bft ging es dann richtig entspannt im Highspeed ab. Aber die Grenze war das noch lange nicht.
Jedenfalls wird es sau schnell und man muß keinen Gegner fürchten ;-)
7.)
Kontrollirbarkeit:
Wie beschrieben hatte ich bei der kurz auf einander folgenden steilen Ventowelle meine Probleme und konnte das 5,7ner bei 5Bft, nicht mehr dich fahren, weil ich dabei nur noch geflogen bin.
Auch in der Luft ist die Breite von 63cm im Vergleich zu meinen bisherigen 57cm schwert zu kontrollieren.
Das federleichte Brett fliegt bei diesen Bedingungen eben deutlich mehr als daß es fährt und daran muß ich mich erst noch gewöhnen, vor allem wenn man so leicht ist wie ich.
8.)
Halsen:
Hier hatte ich vom Duchgleiten etwas mehr erwartet, was aber vermutlich schon auch mit der Umstellung vom Waveboard zu tun hat.
Der Nötige Druck auf die Kante ist schon erheblich größer als bei meinem bisherigen 85L Brett und das kann ich noch nicht so perfekt dosieren.
Auch hatte ich immer wieder mal beim Einleiten einer Halse einen SpinOut.
9.)
Höheprügeln:
SpinOuts hatte ich zu Begin auch öffters bei Höheprügeln.
Das wurde aber von Tag zu Tag weniger und wird wohl nur eine gewisse Umstellung sein.
Jedenfalls läuft es dabei superschnell und macht richtig Spaß.
10.)
Wellen abreiten:
Da hat es mich nun eher auf Anhieb positiv überrascht.
Kleine (1m) Dünungswellen liesen sich auf Anhieb wunderschön abreiten und kommt so ein Teil schräg von hinten, gleitet der Breitmann auch ohne Zutung beim 2Bft-Heimdümpeln an und läßt sich den dabei einmal errungenen Speed auch so leicht nicht mehr nehmen.
Wohl gemerkt, ich schreib hier nicht von radikalen Cutback und Bottom Turn's sondern von weichem runden Altmänner-Abreiten :-)
11.)
Low Speed und Standmanöver:
Also Sachen wie Sinkerwende sind im Vergleich zum 85L Waveboard ein echter Klacks. Ebenso simpel sind natürlich Punkthalsen mit versenktem Heck, Shotstart, Wasserstart usw.
Das Brett trägt meine 68kg eben spielend und da kann man auch mal etwas unachtsam runtrampeln ohne abgeworfen zu werden.
12.)
Springen:
Das geht fast wie von selbst.
Ne 40cm Miniwelle und ein kurzer Druck aufs Heck und schon heb man ab und spürt die ganze Leichtigkeit des Seins.
Ab 5Bft. muß man aber recht konzentriert darauf achten, daß die Breite vom Wind nicht zum Aufkanten in der Luft misbraucht wird.
Auch das ist sicher nur Übungssache.
Fazit:
Ich bin mit meinem ersten Breitmann recht glücklich und hatte ein Menge Spaß, wobei ich noch lange nicht darauf eingefahren bin und sicher noch viel mehr herausholen werde.
Ich kann das Brett wirklich empfehlen.
Allerdings sollte man für das Teil nicht noch leichter sein als ich.
Über 70kg wären für die Brettkontrolle auf jeden Fall von Vorteil.
Aufsteiger die von größeren Brettern kommen und im Starkwind und Kabbelwelle surfen wollen/müssen sollten eher ein Brett mit noch besserer Kontrollierbarkeit wählen.
Robert
ich war doch nach 7 Jahten mit meinem Tiga Wave 85L und einigen noch kleineren Sinkern davor, nun auf der Suche nach einem größeren Brett für meine alten Tage ;-) .
Das Brett sollte um die 100L Haben weil ich inzwischen 10kg schwerer bin (68kg) und mir mit den Jahren und der zunehmenden Schwerfälligkeit der Schotstart auf meinem Wavaboard immer schwerer fällt und ich den am Gardasse doch immer wieder mal zwingend brauche.
Zur Debatte standen nach verschiedenen Testberichten und euren Ratschlägen das Starboard Futura 101 Wood, das Sarboard Flare 98 Wood Carbon, das Fanatik Eagle 100 und eben das Mistral Syncro Move RD 104.
Zu guter Letzt wurde es das Mistral Syncro Move RD 104 (103L bei 6kg Nettogewicht).
Testen war im Vorfeld nicht möglich, also hab ich es mir im Surfsyndikat zu 950€ geholt und bin für 5 Tage an den Gardasee gefahren.
1.)
Das Brett wog tatsächlich nur wenige 100g mehr als 6kg.
2.)
Ausstattung, wie Finne, Schlaufen, Pads und Standfläche ist alles einwandfrei.
Aber 2 kleine, seichte Dellen hab ich mach 5 Tagen Test, vom Trapetzhacken schon in der Standfläche.
3.)
Das Brett fühlt sich trotz 20L Zuschlag im Gleiten tatsächlich nicht größer an als mein 85L Wave.
Was mich sehr gefreut hat!!!4.)
Angleiten:
Das geht erwartungsgemäß früher als mit meinem kleinen 85L Wavebord, aber unter 3Bft (echte) geht mit meinem größten Segel ein 5,7qm Superstar, bei relativ passiver Fahreise eben doch nichts. Anders, wenn man zufällig ne kleine Dünungswelle erwischt, dann reichen auch schon geschätzte 2,5Bft.
Ich denke aber, daß beim Angleiten mit mehr Gewohnheit und Übung auf dem neunen ungewohnten Brett noch einiges zu holen ist.
Gerade das Anpumpen, was auf meinen bisherigen Brettern eine tägliche Grundübung war, muß ich auf dem Brett erst noch umstellen.
Hier scheint eine schubweiser Druckerhöhung auf die Finne fast wichtiger zu sein als das eigentliche Pumpen. Aber wie gesagt da geht noch einiges mehr als bei meinen ersten Versuchen.
5.)
Durchgleiten:
Ist es erst mal im Gleiten, kann ich es auch bei 2,5Bft mit meinen geringen 68kg Körpergewicht und 5,7qm Segelfläche im Gleiten halten und das bei recht zügiger Fahrt.
6.)
Endgeschwindigkeit:
Die konnte ich noch nicht ausreizen, weil die entsprechenden Windstärken von 5Bft und mehr nur beim Vento auftraten bei dem man gegen eine steile kurze Welle anfährt und ich das Brett dabei kaum noch auf den Wasser halten konnte.
Wer den Vento oberhalb vom Hotel Pier nicht kennt, das sind 50-60cm Wellen die in kürzeren Abständen als eine Berttlänge auf einen zufliegen.
Beim Südwind (Ora) am Nachmittag 3-4Bft ging es dann richtig entspannt im Highspeed ab. Aber die Grenze war das noch lange nicht.
Jedenfalls wird es sau schnell und man muß keinen Gegner fürchten ;-)
7.)
Kontrollirbarkeit:
Wie beschrieben hatte ich bei der kurz auf einander folgenden steilen Ventowelle meine Probleme und konnte das 5,7ner bei 5Bft, nicht mehr dich fahren, weil ich dabei nur noch geflogen bin.
Auch in der Luft ist die Breite von 63cm im Vergleich zu meinen bisherigen 57cm schwert zu kontrollieren.
Das federleichte Brett fliegt bei diesen Bedingungen eben deutlich mehr als daß es fährt und daran muß ich mich erst noch gewöhnen, vor allem wenn man so leicht ist wie ich.
8.)
Halsen:
Hier hatte ich vom Duchgleiten etwas mehr erwartet, was aber vermutlich schon auch mit der Umstellung vom Waveboard zu tun hat.
Der Nötige Druck auf die Kante ist schon erheblich größer als bei meinem bisherigen 85L Brett und das kann ich noch nicht so perfekt dosieren.
Auch hatte ich immer wieder mal beim Einleiten einer Halse einen SpinOut.
9.)
Höheprügeln:
SpinOuts hatte ich zu Begin auch öffters bei Höheprügeln.
Das wurde aber von Tag zu Tag weniger und wird wohl nur eine gewisse Umstellung sein.
Jedenfalls läuft es dabei superschnell und macht richtig Spaß.
10.)
Wellen abreiten:
Da hat es mich nun eher auf Anhieb positiv überrascht.
Kleine (1m) Dünungswellen liesen sich auf Anhieb wunderschön abreiten und kommt so ein Teil schräg von hinten, gleitet der Breitmann auch ohne Zutung beim 2Bft-Heimdümpeln an und läßt sich den dabei einmal errungenen Speed auch so leicht nicht mehr nehmen.
Wohl gemerkt, ich schreib hier nicht von radikalen Cutback und Bottom Turn's sondern von weichem runden Altmänner-Abreiten :-)
11.)
Low Speed und Standmanöver:
Also Sachen wie Sinkerwende sind im Vergleich zum 85L Waveboard ein echter Klacks. Ebenso simpel sind natürlich Punkthalsen mit versenktem Heck, Shotstart, Wasserstart usw.
Das Brett trägt meine 68kg eben spielend und da kann man auch mal etwas unachtsam runtrampeln ohne abgeworfen zu werden.
12.)
Springen:
Das geht fast wie von selbst.
Ne 40cm Miniwelle und ein kurzer Druck aufs Heck und schon heb man ab und spürt die ganze Leichtigkeit des Seins.
Ab 5Bft. muß man aber recht konzentriert darauf achten, daß die Breite vom Wind nicht zum Aufkanten in der Luft misbraucht wird.
Auch das ist sicher nur Übungssache.
Fazit:
Ich bin mit meinem ersten Breitmann recht glücklich und hatte ein Menge Spaß, wobei ich noch lange nicht darauf eingefahren bin und sicher noch viel mehr herausholen werde.
Ich kann das Brett wirklich empfehlen.
Allerdings sollte man für das Teil nicht noch leichter sein als ich.
Über 70kg wären für die Brettkontrolle auf jeden Fall von Vorteil.
Aufsteiger die von größeren Brettern kommen und im Starkwind und Kabbelwelle surfen wollen/müssen sollten eher ein Brett mit noch besserer Kontrollierbarkeit wählen.
Robert